Traumatherapie mit NARM™ und SE® München
Sanfte Wege aus dem Trauma
Mein traumatherapeutisches Angebot ist ganzheitlich, körperorientiert und tiefenpsychologisch fundiert. Es basiert auf dem NARM™-Ansatz (Neuroaffektives Beziehungsmodell). Ergänzend arbeite ich mit Methoden aus Somatic Experiencing (SE)®. Darüber hinaus beziehe ich Achtsamkeitspraxis und neueste Erkenntnisse aus Neuropsychologie und Bindungsforschung in die Therapie mit ein.
Traumatherapie mit dem Neuroaffektiven Beziehungsmodell (NARM)™
Das Neuroaffektive Beziehungsmodell (NARM)™ von Dr. Lawrence Heller ist eine innovative, ressourcenorientierte und neurowissenschaftlich fundierte Methode, um Bindungs- und Entwicklungstraumata, auch als „Komplexe posttraumatische Belastungsstörung“ bezeichnet, zu bearbeiten und persönliches Wachstum zu fördern. Der NARM™-Ansatz verbindet verschiedene traditionelle Ansätze wie Bindungstheorie und Tiefenpsychologie mit modernen Ansätzen wie Körperpsychotherapie, Somatic Experiencing® und achtsamkeitsbasierten Methoden.
Wie entsteht ein Bindungstrauma oder Entwicklungstrauma?
Um sich gesund entwickeln zu können, brauchen Kinder eine sichere Bindung zu ihren Eltern oder nahen Bezugspersonen. Sie brauchen zum Beispiel das Gefühl, willkommen und geliebt zu sein – so, wie sie sind. Sie brauchen das Gefühl, einen festen Platz in der Familie zu haben und dazuzugehören. Und genauso brauchen sie auch Unterstützung, wenn sie beginnen, erste eigene Schritte zu gehen und ihre Autonomie zu entfalten.
Natürlich ist es Eltern gar nicht möglich, jederzeit zu hundert Prozent auf ihre Kinder einzugehen und alle ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Eltern sind ja auch bloß Menschen. Und sie haben ihre eigene Geschichte.
Erfahrungen aus der Kindheit hinterlassen ihre Spuren
Wenn wichtige Bedürfnisse allerdings grundsätzlich oder über einen längeren Zeitraum nicht erfüllt werden, kann sich dieses Erleben auf ein Kind traumatisierend auswirken. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn wir als Kind
- in einem sehr strengen, gefühlskalten oder leistungsorientierten Elternhaus aufwachsen
- uns nicht gesehen oder geliebt fühlen
- vernachlässigt, direkt oder indirekt herabgesetzt, gedemütigt oder abgelehnt werden
- nicht in unserem Wunsch nach Autonomie unterstützt werden
- körperlichen, seelischen oder sexuellen Missbrauch erfahren
- einen schmerzlichen Verlust (z. B. Scheidung) erleben oder
- unsere Grenzen wiederholt überschritten werden.
Diese Erfahrungen hinterlassen ihre Spuren. Als Kind übernehmen wir die gelernten Bindungsmuster. Und weil die Bindungsbeziehung zu unseren Eltern und Bezugspersonen für uns existenziell wichtig ist, tun wir alles dafür, um sie aufrechtzuerhalten. Das heißt, wir stellen unsere eigenen Bedürfnisse hintenan, unterdrücken bestimmte Anteile von uns und entwickeln Verhaltensmuster und Bewältigungsstrategien, um uns an die gegebenen Bedingungen anzupassen.
„Das Maß an Heilung von Traumafolgen erkennen wir daran, wie sicher, wohl und lebendig wir uns in unseren Beziehungen fühlen.“
– Verena König, Traumatherapeutin
Der therapeutische Ansatz von NARM™
Im NARM™-Ansatz liegt der Fokus auf diesen Bindungs- und Verhaltensmustern, die für uns als Kind überlebensnotwendig waren, uns aber heute Schmerz und Schwierigkeiten bereiten. Diese alten Überlebensstrategien haben nicht nur starken Einfluss darauf, wie wir mit uns selbst und anderen in Beziehung treten. Sie wirken sich auch maßgeblich auf unsere Identität, unsere Gefühle und unser Verhalten aus.
- In der Therapie leite ich dich achtsam dazu an, deinen Glaubenssätzen, Identifikationen und Überlebensstrategien auf die Schliche zu kommen und die zugrunde liegende Psychodynamik offen und neugierig zu erkunden.
- Dabei ist es nicht nötig, die gesamte Kindheit aufzuarbeiten. Im Gegenteil: Durch den ressourcenorientierten, nicht-regressiven Ansatz werden in der Therapie vor allem die Anteile in uns angesprochen, die gesund und in Übereinstimmung mit uns sind. Auf diese Weise können sich dysfunktionale Anteile transformieren und neu organisieren.
- Im Laufe dieses Prozesses kommst du auch wieder in Kontakt mit verdrängten Impulsen, Bedürfnissen und Gefühlen – also den Aspekten, von denen wir uns als Kind aus Liebe zu unseren Eltern abgeschnitten haben.
- Gleichzeitig taucht dabei auch die existenzielle kindliche Angst davor auf, die Bindung zu unseren Eltern oder Bezugspersonen zu verlieren. Der entscheidende Unterschied heute ist: Als Erwachsene sind wir nicht mehr von unseren Eltern oder Bezugspersonen abhängig. Deshalb ist es uns heute möglich, diese Angst und die damit verbundenen Gefühle von Trennung und Einsamkeit in uns zu halten und mitfühlend anzunehmen.
Das ist ein Wendepunkt: Die alten Schutzmechanismen haben ausgedient. Durch diese innere Veränderung können sich alte Glaubenssätze und Verhaltensmuster – dem NARM™-Ansatz zufolge – endlich auflösen und verlieren ihre Wirkung auf uns. Identifikationen fallen von uns ab. Und wir können frei und selbstbestimmt neu entscheiden, wie wir in Zukunft unsere Bedürfnisse leben, Beziehungen führen und unser Leben gestalten möchten.
Traumatherapie mit Somatic Experiencing (SE)®
Dr. Peter A. Levine, der Begründer von Somatic Experiencing (SE)®, machte eine faszinierende Entdeckung: Er beobachtete, dass Tiere in freier Wildbahn nach überstandener Gefahr die aktivierte Überlebensenergie „abschütteln“, indem sie zittern.
Daraus entwickelte er seinen körperorientierten Ansatz zur Behandlung von Traumata, vor allem Schocktraumata oder Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS). Dabei geht es vor allem darum zu verstehen, dass belastende Erfahrungen im Nervensystem „steckenbleiben“ können, wenn sie nicht vollständig verarbeitet werden.
Wie entsteht ein Schocktrauma?
Wir verfügen über dieselben biologischen Programme wie Tiere. Allerdings entladen wir – anders als Tiere – die Überlebensenergie meist nicht, sondern reißen uns zusammen, funktionieren einfach weiter oder verdrängen bedrohliche Erfahrungen. Der posttraumatische Stress bleibt deshalb im Nervensystem gebunden. In der Folge können – kurz nach einem traumatischen Erlebnis oder auch noch nach Monaten – zum Beispiel Symptome wie starke Anspannung, Schlaflosigkeit, Flashbacks, Gefühle von Ohnmacht oder psychosomatische Beschwerden auftreten.
Der therapeutische Ansatz von SE®
Das Ziel von Somatic Experiencing® ist es, die mobilisierte Überlebensenergie schonend zu entladen und so die natürliche Selbstregulation des Nervensystems wiederherzustellen.
- Im Mittelpunkt der Arbeit steht das Erspüren von Körperempfindungen, Gefühlen, Gedanken und inneren Bildern im Kontext mit dem traumatischen Erlebnis sowie das Aktivieren von Ressourcen. Dabei ist die Vorgehensweise äußerst langsam und erfolgt in winzig kleinen Schritten (Titrieren). Das Trauma muss dabei nicht vollständig neu durchlebt werden.
- Im Verlauf dieses Prozesses tauchen instinktive Kampf- und Fluchtimpulse auf, die in der Situation selbst unterbrochen wurden, weil das Ereignis zu überwältigend war. In der Therapie unterstütze ich dich behutsam dabei, dass sich diese natürlichen Schutzreaktionen vervollständigen und ausbewegen können.
- Auf diese Weise kann das Nervensystem die eingefrorene Energie in kleinen Dosen „auftauen“ und langsam abbauen. Die tief im Körper gespeicherten Traumaspuren und die neuronale Verhaftung im Trauma können sich lösen. Die traumabedingte Erstarrung verwandelt sich in ein Gefühl von Selbstwirksamkeit und Handlungsfähigkeit.
Ein Trauma ist dann überwunden und verarbeitet, wenn man darüber sprechen bzw. daran denken kann, ohne dass das Nervensystem in Stress gerät. Und das ist auch noch Jahre oder sogar Jahrzehnte nach einem traumatischen Ereignis möglich.
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